Wissenswertes

Hypnose

Seit Jahrtausenden sind hypnotische Suggestionen und Trance-Rituale traditionelle und hochwirksame Bestandteile von Heilungsprozessen.

Hypnose ist eines der wenigen psychotherapeutischen Verfahren, deren Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen und seit 2006 anerkannt ist.
 
Ängste vor Hypnose stammen aus mangelndem Wissen und sind bei fachgerechter Anwendung völlig unbegründet. 
Hypnose öffnet den Zugang zu verborgenen Fähigkeiten und unbewussten Potenzialen. Das Unbewusste ist ein unerschöpflicher Speicher von Erfahrungswissen, das ständig erheblichen Einfluss auf psychische und körperliche Vorgänge ausübt und im Trancezustand für Veränderungen nutzbar gemacht werden kann.
Der Trancezustand wird als tiefe und wohltuende Entspannung empfunden, lebhafte innere Bilder oder Gefühle werden zugänglich. Suggestionen werden leichter angenommen und können Heilungs- und Entfaltungsprozesse auslösen.

Information: Hypnotische Trance

„Hypnose, da ist man doch bewusstlos…, da bin ich doch völlig hilflos und manipulierbar…“
„Hätten Sie mich nicht vorher informiert, hätte ich geglaubt, dass ich gar nicht richtig hypnotisiert war, denn ich habe ja alles mitbekommen…“
Diese und ähnliche Sätze höre ich immer wieder vor und nach der ersten Hypnose-Sitzung. Die Annahme, Hypnose sei so etwas wie Bewusstlosigkeit, hat sich in den Köpfen der meisten Menschen offenbar festgesetzt. Tatsache ist: Hypnose ist NICHT Bewusstlosigkeit! Hypnose ist ein Zustand erhöhter Konzentration nach innen und auf eine einzige Sache. Hypnose ist der Vorgang, mit dem Sie selbst in Ihre eigene Trance gelangen!

Bestimmt kennen Sie das angenehme Gefühl, sich im Halbschlaf, im so genannten hypnagogen Zustand zu befinden – nicht ganz wach und nicht richtig schlafend. Eindrücke erscheinen seltsam gedämpft, Trä und ume sind noch leicht zu erinnern und doch könnte man bei jedem wichtigen Signalreiz – wenn es nur ein Sonnenstrahl oder ein fernes Dielenknarren ist – sofort aufwachen.

Der Trancezustand hat damit Vieles gemeinsam: Es ist ein vollkommen natürlicher Zustand, er ist trainierbar und angenehm. Es ist ein tiefer Entspannungszustand, bei dem sich der Atem vertieft und der Körper erwärmt, denn er wird besser durchblutet. Der Blutdruck sinkt und die Sauerstoffkonzentration im Gehirn steigt an.
Die elektromagnetischen Hirnströme in den beiden Gehirnhälften beginnen sich anzugleichen und größere Areale vermögen, koordiniert zusammen zu arbeiten, was auch die erstaunliche Lernfähigkeit in Trance zeigt. Symbole aus dem eigenen Erleben und Erinnern wie auch archetypischer Natur werden in ihrer tiefen Bedeutung erlebt und können leichter therapeutisch verwendet werden. Während die Außenkonzentration immer unwichtiger wird und die Aufmerksamkeit sich zunehmend nach innen richtet, erreicht das Bewusstsein immer tiefere Schichten bisher unzugänglicher unbewusster Prozesse, die einfach unglaublich erscheinen:

– lebenslanger Speicher von Erfahrungen, Gefühlen und Erinnerungen
– Ort der intuitiven Entscheidungen
– vorurteilsfreierer innerer Beobachter
– Unterbewusstsein reguliert Immunprozesse und steuert Hormonregelkreise

Von hier aus werden umfassendere Überblicke über das Leben möglich, und tief angelegte Programme, die bisheriges Verhalten wie auch Denken und Glauben steuern, werden modifizierbar und korrigierbar.

Denn es ist extrem wichtig, die richtigen Dinge über sich selbst zu „glauben“ – dieser Glaube bestimmt in letzter Konsequenz immer das Verhalten und den Handlungsspielraum, „das Gelingen“.

So kommt es, dass Sie mit den besten Vorsätzen Ihre Ziele vielleicht trotz eiserner Disziplin nicht erreichen, denn tief innen hat sich eine destruktive Überzeugung eingeprägt und sabotiert jeden Versuch. Weil: Ihre Grenzen und Ihre Freiräume bestimmten früher ganz wesentlich andere für Sie. Und vielleicht hatten diese Personen damals gute und sinnvolle Gründe für diese Glaubenssätze. Aber: Wer sein Unterbewusstsein selbst zu prägen lernt, erleichtert sich vieles, weil es ihm erlaubt, bewusster mit sich umzugehen – „selbst-bewusster“ und „selbst-bestimmt“ zu werden.

Auch ist es wesentlich das Unterbewusste, das für Sie viele Dinge gleichzeitig koordiniert – es verschaltet die Sinneseindrücke, filtert, bestimmt damit die Auswahl Ihrer Wahrnehmung und das Material, aus dem Sie Entscheidungen fällen – auch die vielen kleinen, die tagtäglich zu bestimmten Gefühlen führen. Lernen Sie deshalb durch das Lernen und Üben von Wohlfühl-Trancezuständen, Ihre Gefühle und Stimmungen zu kontrollieren!

Die Erinnerung an die erlebten Tranceinhalte bleibt normalerweise erhalten. Amnesien (als „psychische Verbände“) sind lediglich dann absprachegemäß indiziert, wenn etwa in einer Hypnotherapie (z.B. bei der Traumaverarbeitung) ein therapeutischer Prozess in Stufen verläuft und eine „Sabotage“ durch die „rationalen Anteile“ im Wachbewusstsein verhindert werden soll. Nach dem „Abheilen“, nachdem also Erinnerungen wieder schadlos integriert werden können, wird der „Amnesieverband“ nicht mehr benötigt.

Eine teilweise Amnesie kann auch – absprachegemäß – zur Verstärkung der Wirksamkeit einer sinnvollen posthypnotischen Suggestion eingesetzt werden.

Trance wirkt harmonisierend auf die Psyche (durch Regulation biochemischer Vorgänge, die einen homöostatischen Zustand bewirken). In der Tiefenentspannung erholen sich daher nachweislich nicht nur die Muskeln und Nerven besonders effektiv, sondern auch Blutdruck und übergeordnete endokrinologisch-regulatorische Körpersysteme normalisieren sich wie z.B. die Hormonhaushalte für Schilddrüse und Nebenniere.

Das führt zu einer allgemeinen Stärkung und zu einer Verbesserung sowohl des Schlafs als auch der Konzentration und des Immunsystems. Stress wird besonders wirksam abgebaut, da Informationen „sortiert“ werden und sich “ Hintergrundgefühle“ klären. Häufige Trancen sind eine effektive Möglichkeit, innere Widersprüche zu lösen und zu Ausgeglichenheit und souveräner Gelassenheit zu finden. Trance fördert Prozesse der Selbstfindung in natürlich gelassener Atmosphäre, ohne von überehrgeizigen Forderungen des „Über-Ich“ gestört oder blockiert zu werden.

 

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